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17. März 2009

Offener Brief der Familie des Amokläufers Tim Kretschmer

Die Familie von Tim Kretschmer, der in Winnenden bei Stuttgart Amok lief und 15 Menschen und sich selbst tötete, wendet sich jetzt in einem offenen Brief an die Familien der Opfer.

Familie des Amokläufers spricht Mitgefühl aus

Offener Brief der Familie Kretschmer / Quelle: spiegel.de

Offener Brief der Familie Kretschmer / Quelle: spiegel.de

Der Wortlaut des Briefes, der von der Kanzlei des Anwalts der Familie Kretschmer veröffentlicht wurde:

Familie Kretschmer
Offener Brief

Ihnen wurde das Wertvollste und Wichtigste, ein geliebter Mensch, durch die
entsetzliche und unbegreifbare Tat unseres Sohnes und Bruders, genommen.
Immer und immer wieder fragen wir uns, wieso dies geschehen konnte. Warum wir
seine Verzweiflung und seinen Hass nicht bemerkt haben. Bis zu dem furchtbaren
Geschehen waren auch wir eine ganz normale Familie. Wir hätten Tim so etwas nie
zugetraut und kannten ihn anders.
Wir sind bestürzt und stehen weinend und stumm vor der unfassbaren Tragödie.
Unser tiefstes Mitgefühl möchten wir den Opfern, Angehörigen und Freunden
aussprechen. Alle unsere Gedanken sind auch bei den körperlich und seelisch
Verletzten.

Leutenbach, den 17.03.09

Quelle: spiegel.de

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4 Kommentar(e) zu “Offener Brief der Familie des Amokläufers Tim Kretschmer”

  1. Eva sagt:

    Trotz Ermittlungen gegen den Vater von Tim Kretschmer darf man nicht vergessen, dass auch die Familie einen Sohn bzw. Bruder verloren hat! Ich finde es mutig und gut, dass die Familie sich mit einem, wenn auch etwas spartanischen, offenen Brief an die Opfer und die Angehörigen wendet!!!

    Mein Beileid allen Angehörigen der Opfer und Familie Kretschmer. Allen Verletzten wünsche ich baldige Genesung und die Kraft, den Amoklauf von Winnenden zu verarbeiten.

    Eva G.

  2. Vater von Zweien sagt:

    Wenn es eine Hölle gibt, so sollte vor allem der eigentliche Verursacher zur Hölle fahren, nämlich der Vater des Täters, der aus reinem Geltungsdrang massenhaft Waffen zu Hause hortete. Ein Karrierist dem der geschäftliche Erfolg so viel bedeutete, dass er die seelische Verfassung seines Sohnes gar nicht erst wahrnahm, oder nicht wahrnehmen wollte, weil ein psychisch gestörter Sohn so gar nicht ins Bild eines erfolgreichen Geschäftsmannes passen will! Denn den Umstand, dass sein Filius einem Psychologen vorgestellt wurde, leugnet der Verursacher des Amoklaufes ja noch heute! Dieser Vater, der seinen psychisch auffälligen Sohn an der Waffe ausbildete und seine Waffen sowie die dazu passende Munition tausendfach offen herum liegen ließ, trägt nicht nur eine Mitschuld am Tod der unschuldigen Opfer, sondern ist für mich wenigstens gleichermaßen schuldig wie der eigentliche Täter! Der lächerliche offene Brief des Herrn K. ist aus meiner Sicht nur ein Lippenbekenntnis! Bis heute hat er es nicht für nötig gehalten sich bei den Eltern der Opfer zu melden, geschweige denn hat er sich entschuldigt oder um Vergebung gebeten! Hätte das Schwein mein Kind auf dem Gewissen, wüsste ich was zu tun ist!!! Der Ausbilder des Mörders ist faktisch selbst ein Mörder und sollte sein Vermögen an die Hinterbliebenen zahlen und eine langjährige Haftstrafe verbüßen müssen! Alles andere wäre eine Farce! Der Vater eines der erschossenen Mädchen hat heute im ZDF erzählt wie seine jüngere Tochter geschrieen hat, als sie vom Tod der älteren Schwester erfuhr, so dass es den Nachbarn das Herz zerrissen hat.. Das Kind ist mit Sicherheit für den Rest seines Lebens traumatisiert, sowie die Eltern natürlich auch. Warum also noch über die Täter nachdenken und nach Erklärungen suchen die nur die Schuld relativieren sollen, wenn es doch so viel dringender wäre den Opfern beizustehen und zu helfen?!! Schluss mit dem widerwärtigen Täterschutz, der in diesem Land absurde Blüten treibt. Damit sollte ein für alle mal Schluss sein!!! Schlimmer noch als dieser unsägliche Waffenfetischist sind jedoch die Politiker und die Gesetzgebung in diesem Lande! Sie lassen einem Opfer keine andere Wahl, als das Recht in die eigene Hand zu nehmen, wenn man solch eine Tat gerecht gesühnt wissen will! Die heuchlerischen Beileidsbekenntnisse der Politiker sind ein Schlag ins Gesicht der Hinterbliebenen, da Schäuble und Co. als Waffenlobbyisten keinen Handlungsbedarf sehen obwohl nun zum 5. mal ein Mitglied eines Schützenvereins Amok gelaufen ist! Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hatte soeben bei Maybrit Illner nichts Eiligeres zu tun, als überzeugt die Positionen der Waffenfetischisten zu bedienen. Heftiger Beifall von meist betagten Zuschauern im Studio, die, obwohl der Pflegestufe 1 näher als dem Sportabzeichen, sich das Recht auf die eigene Waffe nicht nehmen lassen möchten! Na ja, da muss man schon mal 16 Tote hinnehmen!!! Wenigstens wissen wir nun wohin die Reise gehen soll, in dem Land der greisen Männer und Frauen. Lieber 20 Knarren und zwei Autos, als ein Kind und Verantwortung. Es lebe der Rentnerstaat. Der Nachwuchs rekrutiert sich dafür dann eben aus gewaltbereiten Migranten. Da kann der geneigte greise “Sportschütze” dann gleich mal die neue Sig & Sauer auf Funktion prüfen, wie passend!!! Deutschland, mir graut vor dir!!!

  3. mw sagt:

    Vielen Dank für diesen wirklich konstruktiven Kommentar. Hier ist noch viel Luft für Diskussionen, das ist deutlich zu spüren.

  4. Tom meint: sagt:

    Steinhäuser, Kretscher….2010 bald können die ne Selbsthilfegruppe gründen.Nach dem Motto.
    :”Meine hat nur 16 platt gemacht, ach tut mir echt in der Seele weh”. lol
    Ändern wird sich nix, aber durch die Presse und laxe Waffengestzte werden es immer mehr. Nostradamus Krause